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Hilterhaus-Stiftung spendet 1500 € für Leselust

Die 23. LeseLust findet vom 12. bis 26. April im Kunsthaus Ansbach statt und bietet ein vielfältiges Literaturprogramm mit vier Veranstaltungen. Seit 2025 ist das Konzept offener: Autorinnen und Autoren müssen keinen Franken-Bezug mehr haben.

Neu ist die Mitmach-Aktion „Dein*Schreibtisch“: Ein grün lackierter Tisch mit Stuhl steht im Kunsthaus bereit und lädt Besucher dazu ein, selbst zu schreiben – egal ob kreativ oder ganz alltäglich, allein oder im Austausch mit anderen.

Die Hilterhaus-Stiftung unterstützt die Leselust mit 1500,00 €.

Hierfür wurde der grüne Schreibtisch temporär in die Räume der Hilterhaus-Stiftung nach Ansbach Schalkhausen verfrachtet.

Elisabeth Meisel, die Vorsitzende des Kunstforum Ansbach, erläuterte den Erfolg der Reihe Leselust.

Und dankte den Sponsoren, ohne die so eine Reihe nicht umsetzbar wäre.

Ab diesem Jahr  hat Bettina Baumann, die Leiterin der LeseLust diese erweitert.: Waren bis dahin nur Autoren zugelassen, die einen Bezug zu Franken hatten, lädt sie nun ohne eine solche lokale Bindung namhafte Autoren ein.

Diese Veranstaltung wird heute ganz wesentlich von den Frauen, getragen, erläuterte Herr Hilterhaus. Es ist beeindruckend zu sehen, wie präsent, engagiert und interessiert Frauen hier vertreten sind. Das ist nicht nur ein schönes Bild, sondern auch ein Zeichen eines tiefgreifenden Wandels. Das Rollenbild der Frau hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert – vom einstigen, oft auf den häuslichen Bereich reduzierten Bild hin zu einer aktiven, selbstbestimmten Teilhabe am kulturellen Leben. Heute sind es vielfach Frauen, die Kultur nicht nur genießen, sondern sie lebendig halten und weitertragen.
 
Umso mehr stellt er sich – mit einem kleinen Augenzwinkern – die Frage: Wo sind eigentlich die Männer? Vielleicht liegt es an den Sonntagen dieser Veranstaltungsreihe. Eventuell an konkurrierenden Verpflichtungen… oder vielleicht hat die Veranstaltungsreihe  noch ein wenig Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn eines ist sicher: Literatur und Kultur gewinnen, wenn sie von allen gleichermaßen getragen werden.
 
Herr Hilterhaus vermisst teilweise auch unsere Jugend, es könnten mehr Jugendliche anwesend sein. Dabei bedarf es nur des Streichen zweier Buchstaben, damit aus Leseunlust Leselust wird.

Die Spende wurde an Frau Elisabeth Meisel, die sich herzlich bedankte, im Beisein des Geschäftsführers der Stiftung Roberto Eichinger, sowie zwei Damen Frau Ellen May und Frau Gitti Rödel aus dem Stiftungsrat übergen.

Das Programm umfasst:

  • Eine Eröffnung über die Wirtschaftswunderjahre von Harald Jähner
  • Eine Lesung von Horst Prosch mit einem unveröffentlichten Roman
  • Einen Doppelabend mit zwei Autorinnen über Frauen auf Reisen und Selbstfindung
  • Eine Matinee als Hommage an Ingeborg Bachmann

Ergänzt wird das Ganze durch eine Ausstellung „Schönste deutsche Bücher“.

Los geht die LeseLust mit einem Ausflug in die deutsche Mentalitätsgeschichte. Harald Jähner beleuchtet in seinem viel gelobten Sachbuch "Wunderland" die Gründerzeit der Bundesrepublik, die Jahre von 1955 bis 1967, Auftakt ist an 12. April um 11 Uhr, Eintritt frei im Kunstforum Ansbach Reitbahn 3.